Wir fördern Integration – Aim to integration

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 Lara Piche...

Die Stadt in der die Auftaktveranstaltung stattfand, hieß Santa Maria da Feira. Es ist eine sehr außergewöhnliche Stadt mit ausgesprochen schönen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt Santa Maria da Feira hat ca. 120.000 Einwohner. Zu den  Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem das historische Kastell (Castelo da Feira) und die Barock-Kirche Igreja da Misericórdia de Santa Maria da Feira, mit ihren Treppen und dem eindrucksvollen Brunnen. 

Regelmäßig und mehrmals im Jahr finden dort feste und Festivals statt, die in ganz Portugal bekannt sind.

Die dortige Schule "Agrupamento de Escolas de Santa Maria da Feira" ist ein sehr modernes und großes Gebäude. Jeder Klassenraum ist optimal mit innovativen, technischen Mitteln ausgestattet. Insgesamt besuchen rund 2000 Schüler die Schule.
Bei dem Besuch der Schule machten sich viele Unterschiede zu unserer Schule, dem Mariengymnasium, bemerkbar. Die Schule ist am Eingang mit einem Sicherheitssystem ausgestattet. Jeder Schüler hat seine ganz persönliche ID-Karte mit der er in die Schule hinein und auch wieder herauskommt, vorausgesetzt der Schüler hält sich an seine Schulzeiten. Auf der Karte ist nämlich der Stundenplan gespeichert und wenn ein Schüler versucht vor Schulschluss aus der Schule zu kommen, wird er spätestens am Ausgang erst von einem Alarm und kurz darauf von einem Wachmann aufgehalten und wieder in die Schule zurück gebracht.
Somit kann man sagen, dass die Schule ausgesprochen modern und gut gegen "Schwänzen" gesichert ist.

Am Montag trafen wir gegen 15 Uhr an der Schule ein und sollten dort normalerweise von unseren Austauschschülern und Austauschschülerinnen abgeholt werden, aber da meine Austauschschülern, Eva, noch Unterricht hatte, ging ich erstmal bis 17:15 Uhr in die Schule. Später, nach einem kleinen Fußweg, kamen wir in der Wohnung an, in der Eva und ihre Mutter leben. Dort machte ich mich kurz frisch, um um 20:00 Uhr an einem gemeinsamen Dinner für alle Beteiligten des Erasmus Projektes und deren Eltern teilzunehmen. Dies war ein langer Abend und nach dem Abendessen machten Eva und ihre Mutter noch kurz mit mir eine kleine Tour mit dem Auto durch die Stadt, damit ich schon einmal einen ersten Eindruck von der Stadt erhielt.
Am Dienstag hatten alle Austauschschüler ein kleines Sportprogramm, bei dem wir Volleyball und Basketball spielten. Nach der Schule, die nur bis 12:45 Uhr ging, aßen Eva und ich zu Mittag. Kurz darauf klingelten schon Rafael und Rui an der Haustüre und holten uns ab, damit sie mir die Stadt zeigen konnten.

Am Mittwoch hatten die portugiesischen Lehrer eine Stadtführung für uns Gastschüler geplant. Die Stadtführung begann mit dem Weg zu einer traditionellen Bäckerei. Diese Bäckerei backt die typischen Brotgebäcke „Fogaca“, die für Santa Maria da Feira berühmt sind. Wir durften mit in die Backstube, in der uns die einzelnen Schritte, von den einzelnen Zutaten bis hin zum dem fertigen Fogaca, gezeigt wurden. Das nächste Ziel war das Kastell. Auf dem Weg dorthin, machten wir einen Abstecher zu einer barocken Kirche, die wir aber nur kurz von außen betrachteten. Angekommen an dem Kastell erwartete uns vorerst ein kleiner Einleitungsfilm und direkt danach durften wir selbstständig das Kastell erkunden. Es war ein sehr schönes Kastell und der Ausblick von dort über gesamt Santa Maria da Feira war atemberaubend.

Mit der Besichtigung des Kastells endete die Stadtführung und wir gingen gemeinsam zurück zur Schule, in der wir zu Mittag aßen. Um 14 Uhr waren unsere Präsentationen an der Reihe. Nachdem wir alle Ergebnisse der unterschiedlichen Länder gehört hatten, kann ich abschließend sagen, dass alle Präsentationen sehr kreativ gestaltet und äußerst interessant waren. 

Am Donnerstag, unserem letzten Reisetag, war eine Bustour geplant. Die Bustour führte uns vorerst zu einem kleinen Dorf, welches heute das frühere Leben in Portugal darstellen sollte. Ich persönlich konnte nicht ganz erkennen, ob das Dorf noch bewohnt ist oder nur noch als Touristenattraktion dient. Ein paar Häuser sahen so aus, als ob sie bewohnt sein könnten, aber andere Häuser waren wiederum komplett herunter gekommen oder sahen sogar so aus, als seien sie nur noch eine Ruine.

Weiter ging die Tour nach Nazarè. Diese wunderschöne, portugiesische Stadt liegt am Atlantik und ihre Küste birgt die größten surfbaren Wellen der Welt, somit ist diese Stadt besonders für die  internationale Surfelite attraktiv. Die Wellen bäumen sich bis 20 Meter auf. Die Ursache dafür ist der Nazarè Canyon, eine über 230 Kilometer lange Meeresschlucht mit einer Tiefe von bis zu 5000 Metern. Das Ende dieses Unterwasser-Canyons liegt unmittelbar vor der Küste von Nazaré, wodurch sich auf engem Raum große Unterschiede in der Wassertiefe ergeben. Des Weiteren wird bei entsprechenden Bedingungen eine Meeresströmung in das Meer gelenkt, so dass sich eine weitere Vergrößerung der Welle ergibt.

Nach diesen schönen Eindrücken, ging es wieder zurück nach Santa Maria da Feira zu einem Abschlussdinner in der Schule. Das Dinner war sehr schön geplant und beinhaltete sehr schöne Programmpunkte, wie zum Beispiel ein Ballettsolo des Vizeweltmeisters Manuel Oliveira. Dies war ein sehr schöner und langer Abend.

Am Freitag waren nur noch Kofferpacken und die Rückreise angesagt. Der Flug und alles Drumherum  lief soweit glatt, außer, dass der Anschlusszug von Köln nach Münster gleich zwei Mal hintereinander ausfiel und wir somit zwei Stunden am Bahnhof warten mussten.

Aber letztendlich sind wir alle sehr gut zuhause angekommen und blicken nun sehr zufrieden auf die einzigartigen Erinnerungen und internationale Erfahrungen der Woche in Portugal zurück.